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Zur Geschichte des Fastens

In allen Religionen ist die Gesundheit von Körper und Seele sehr stark verbunden. Priester waren gleichzeitig Ärzte und für die Gesundheit von Seele und Körper verantwortlich. So findet man die ersten Ursprünge des Fastens meist in Verbindung mit der Ausübung religiöser Praktiken. Das Fasten hat seinen festen Platz in allen Religionen, vom indianischen Schamanismus über Hinduismus, Buddhismus, den Römern und Griechen, der jüdisch-christilichen Tradition bis hin zum Islam.

In der Medizin ist das Fasten bereits seit Hippokrates als Therapie bekannt. Er empfahl in schlimmen Fällen ausschließlich das Trinken von Honigwasser. Auch Heilkundige des Mittelalters wie Hildegard von Bingen und Paracelsus empfahlen das Fasten als heilsame Therapie. Paracelsus sprach von einem „inneren Arzt“ der durch das Fasten aktiviert wird und die kranken Menschen zur Selbstregulation und Heilung führt. Auch heute sehen wir es sehr gut bei kranken Kindern, oder auch Tieren, , daß ihr naturgegebenes Hunger- u. Sättigungsgefühl noch unverfälscht ist. Bei Unpäßlichkeit oder Krankheit führt es sie zu natürlichem Verzicht auf Nahrung.

Das neuzeitliche Fasten ist geprägt von Johannes Schroth (Schrothkur), dem Geistlichen und Naturheilkundigen Sebastian Kneipp, dem österreischischen Arzt Dr. Franz X. Mayer (Mayr-Kur) und dem Marineoffiziersarzt Otto Buchinger. Sehr häufig gelangten die anfänglichen Nichtmediziner über eigene Erkrankungen zum Fasten. Ein bewegtes Leben sowie außergewöhnliche geistige und körperliche Aktivität bis in das hohe Alter bestätigt bei allen die Wirksamkeit ihrer entwickelten Therapien.

Das Fasten nahm zu allen Zeiten einen hohen Stellenwert in der Heilkunde ein.