Johanniskraut als Stimmungsaufheller

Bettina Fornoff Heilpflanzen, Homöopathie, Wechseljahre

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Gerade wurde die Uhr auf Winterzeit umgestellt und die Tage sind schon merklich kürzer bzw. dunkler geworden. Ich persönlich finde die dunklen Tage bis Ende November nicht schön, doch dann beginnt endlich die Advents- und Lichterzeit. In diesem Jahr ist alles nochmal ganz anders und wir sind mehr oder weniger alle belastet, durch Sorgen, Einschränkungen und Isolation durch die Corona-Pandemie. Kaum einer von uns hätte sich je vorstellen können, wie stark sich unser Alltag innerhalb von wenigen Monaten verändern kann.

Mir fehlt Nähe und Geselligkeit, der unbeschwerte Umgang mit Menschen, meinen Freunden, Bekannten, mit meiner Familie. Dazu kommen die Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krisenzeit. Ich weiß, dass es vielen von Ihnen genauso geht. Wir versuchen uns nicht von Panik mitreißen zu lassen, aber die Situation ist beunruhigend und es stehen uns lange, dunkle Wintermonate bevor. Genau jetzt ist die beste Zeit für eine wunderbare Heilpflanze, das Johanniskraut!

Johanniskraut oder auch  „Hypericum perforatum“ ist Ihnen vielleicht schon als Heilpflanze zur Stimmungsaufhellung bekannt. Es wird oft verordnet bei  depressiven Verstimmungen und bei trüber Stimmung in der dunklen Winterzeit.  Genau so leuchtend und strahlend gelb wie die Blüten des Hypericums aussehen, so bringt es dann wieder wärmende Sonnenstrahlen in unser Gemüt und wirkt stimmungsaufhellend.

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Johanniskraut wird meist als Tabletten verordnet oder auch als Urtinktur-Lösung in Form von Tropfen. Auch die Homöopathie kennt und schätzt Hypericum als Arzneimittel bei Nervenschmerzen, Schmerzen nach Zahnbehandlungen, Prellungen des Steißbeins u.v.m.

Der heilende Wirkstoff des Johanniskrautes wird aus den gelben Blüten gewonnen. Vielleicht ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Blüten einen roten Farbstoff absondern, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Dieser rote Farbstoff enthält den Wirkstoff Hypericin. Ich persönlich schätze ganz besonders das Rotöl (Johanniskrautöl), dass aus den Blüten hergestellt wird.  Es hat eine sehr wohltuende Wirkung wenn es bei Hexenschuß, Ischialgien oder Muskelkater in die Haut einmassiert wird. Es dringt tief ins Gewebe ein und beruhigt die gereizten Nerven.

Aber auch in der Frauenheilkunde entfaltet das Johanniskrautöl  seine Wirkung. Immer wieder wird mir von  Frauen berichtet, dass ihnen das rote Johanniskrautöl bei trockener, gereizter Vaginalschleimhaut hilft, besonders in der Menopause.